Die Zweckallianz von Twitter mit dem zu Facebook gehörenden Instagram hat vielleicht bald ein Ende. Gerüchten zufolge arbeitet Twitter an einem eigenen Fotofilter und wird diesen bereits in den kommenden Monaten in den eigenen Dienst integrieren. Auch ein Schritt Richtung Videobearbeitung ist geplant.
Die New York Times will von Mitarbeitern aus dem Hause Twitter erfahren haben, dass der Microblogging-Dienst bereits an einem eigenen Fotofilter arbeite und auch kurz vor dessen Integration stehe. Wahrscheinlich ist dies die Reaktion auf einen inoffiziellen Leitspruch von Facebook: "If you can't buy it, build it!" ("Wenn Du es nicht kaufen kannst, bau's Dir selbst!"). Instagram wurde vor einiger Zeit von Facebook für 715 Millionen US-Dollar aufgekauft und war daher für Twitter nicht mehr zu haben. Twitter war also gezwungen zu reagieren, um den Anschluß nicht zu verlieren.
Die Integration eines Fotofilters in den Twitter-Dienst sieht auf den ersten Blick eher unspektakulär aus, könnte sich bei einem Unternehmen, das alle zwei Tage angeblich eine knappe Milliarde Tweets verarbeitet, als ein wichtiger Geschäftszweig herausstellen. Beinahe alle Smartphones sind heutzutage mit einer hochauflösenden Kamera ausgestattet, wobei Fotografie und Mobiltelefone eigentlich so gar nicht zusammenpassen. Und genau da setzen die Fotofilter-Programme an. Flickr zum Beispiel, ein früher ausgesprochen beliebtes Programm, um seine Fotos zu speichern, zu veröffentlichen und zu teilen, erlebt in der letzten Zeit einen wahren Nutzer-Exodus zu Instagram oder Facebook.
Viele Unternehmen nutzen heutzutage das populäre Twitter, um möglichst viele Menschen zu erreichen, ebenso wie zahlreiche Berühmtheiten, die zwar ihre Fotos mit der ursprünglichen Instagram-App aufnehmen, diese dann aber zusätzlich über Twitter teilen, da dort die Zahl ihrer Follower weitaus größer ist, als bei Twitter selbst. Das Unternehmen will aber noch einen Schritt weitergehen: So ist Verantwortliche dort bereits dabei, die Möglichkeit der direkten Integration eines Editierungsdienstes für Videos auszuloten. Damit hätte Twitter dann wieder einen Vorsprung vor Facebook und Instagram.
Bild-Quellen: zdnet.de
Text-Quellen: new york times
Tobias Raff am Sonntag, 04.11.2012 18:17 Uhr
No hay comentarios:
Publicar un comentario