Bizarr bis verspielt Deutschlands erfolgreichste YouTuber
Zocken, singen, sich zum Affen machen: So erreichen die besten YouTuber mehr Zuschauer als manche TV-Sendung. mehr...
Zocken, singen, sich zum Affen machen: So erreichen die besten YouTuber mehr Zuschauer als manche TV-Sendung. mehr...
dpa/Stephan Jansen/Reuters, REUTERS, dpa (6), dpa / Ralf Hirschberger/Archiv, Colourbox, Reuters, Signature Flights, dpa / Google, focus, YouTube, FOCUS Online (4), Break.com, Econa Shopping GmbH, Opera (2), Screenshot, Mozilla Foundation, Microsoft/TOMORROW FOCUS AG, Microsoft, Reebok, Nasa, AFP, Zoomin.tv, FOCUS Online/Oliver Markert, Formel1, dpa / Olivier Hoslet, dpa / Andreas Gebert, press-inform, Melissa Murphy, dpa / Julian Stratenschulte
Alle Inhalte, insbesondere die Texte und Bilder von Agenturen, sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur im Rahmen der gewöhnlichen Nutzung des Angebots vervielfältigt, verbreitet oder sonst genutzt werden.
Wie die Harry Potter"-Darsteller mussten die Arctic Monkeys öffentlich erwachsen werden. Sie haben sich von den schüchternen Milchbubis, die 2006 den Britpunk neu erfanden, in Männer verwandelt, die inzwischen nicht einmal mehr Bärte brauchen, um cool auszusehen. Männer, die aber immer noch nicht so recht wissen, was sie eigentlich wollen.
AM" ist ein Album voller Fragen, die Songs heißen Do I Wanna Know?", R U Mine?" oder Why'd You Only Call Me When You're High?" Auch sonst herrscht große Unsicherheit. So sehr sich die Band in den Nachtstücken zu Beginn des Albums an mürrisch aufstampfende Drums, an zähe Gitarren- und Bassriffs, an Bluesrock, Hardrock und Stoner Rock klammert, so sehr stellt die zweite Hälfte von AM" diese Grimmigkeit infrage.
Nach Do I Wanna Know?", einer spröden Hymne auf den Zweifel, nach R U Mine?", durch das schrill der Wahnsinn und das Paranoid" -Riff schimmern, nach Arabella", das knurrig schlurfend einem stumpfen Beat folgt, um in einem Led-Zeppelin-Szenario anzukommen, leitet der Glamrock von I Want It All" über zum Teil der Platte, in dem die Postadoleszenz nicht schwerfällig-fies, sondern eher poppig-leicht vertont wird.
In No. 1 Party Anthem" übt Alex Turner Klammerblues und Anmachsprüche (It's not that I'm falling in love/ I just want you to do me no good/ And you look like you could"). Mad Sounds" bringt vorsichtig soulige Harmonien ins Spiel. In Fireside" gibt es sogar Platz für einen Shoo Wop Shoo Wop"-Chor. Und selten zuvor hatten die Arctic Monkeys mehr Popappeal als im übermütigen Snap Out Of It", im mit Fuzz- und Vibratogitarren herausgeputzten Knee Socks" oder in der Sehnsuchtsballade I Wanna Be Yours", in der Turner überzeugend den Crooner mimt: I wanna be your vacuum cleaner/ Breathin' in your dust/ I wanna be your Ford Cortina/ And I will never rust."
Hier finden Sie weitere Alben-Besprechungen vom Rolling Stone".
Google entwickelt laut einem unbestätigten Medienbericht ein eigenes selbstfahrendes Auto, statt seine Technik immer nur in die Wagen anderer Hersteller einzubauen.
Der Internet-Konzern habe in den vergangenen Monaten Gespräche mit Auftragsfertigern über den Bau von Autos nach Google-Vorgaben geführt, berichtete der Technologie-Journalist Amir Efrati. Der gut vernetzte Efrati war zuvor beim Wall Street Journal" und baut jetzt ein neues Technologie-Blog mit auf.
Google schwebe vor allem ein Robo-Taxi" vor, dass in Städten autonom Fahrgäste einsammeln und an ihr Ziel bringen könne, schrieb Efrati unter Berufung auf informierte Personen. Das wirft ein neuen
Licht auf den Einstieg des Risikokapital-Arms Google Ventures mit über 250 Millionen beim amerikanischen Edel-Taxidienst Uber, über den am Freitag berichtet worden war. Bei der Firma kann man sich über eine Smartphone-App einen meist schwarzen Oberklassewagen bestellen.
Zugleich sei noch nicht endgültig entschieden, ob Google letztlich ein eigenes Auto in Auftrag geben werde, schränkte der Journalist ein. Der Internet-Konzern versuche auch nach wie vor, etablierte
Autobauer ins Boot zu holen. Google habe über die Produktion des eigenen Autos unter anderem mit dem deutschen Autozulieferer Continental und dem Auftragsfertiger Magna gesprochen, schrieb Efrati. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte diese Woche berichtet, Google und Conti näherten sich einem Kooperationsdeal beim autonomen Fahren, nähere Details blieben
jedoch im Dunkeln.
Google testet schon seit mehreren Jahren selbst fahrende Autos in den USA. Die Wagen mit den markanten Radar-Aufbauten auf dem Dach legten mehr als eine halbe Millionen Kilometer vor allen in
Kalifornien und Nevada zurück. Ursprünglich wurde die Technik in das Modell Prius von Toyota eingebaut, zuletzt waren auch andere Wagen zu sehen.
Die Autohersteller arbeiten an eigenen Konzepten für autonomes Fahren. Nach der Enthüllung des Google-Projekts vor rund drei Jahren intensivierten sie ihre Anstrengungen. Zugleich glaube der Konzern nicht, dass die meisten Autohersteller komplett selbst fahrende Autos bauen wollten, schrieb Efrati unter Berufung auf seine Quellen. Viele Manager aus der Autobranche betonten in der Vergangenheit, man wolle den Autofahrer nicht bevormunden und Assistenzsysteme seien vor allem dazu da, den Menschen zu unterstützen. (dpa)
Die Internetwährung Bitcoin hat in Deutschland gerade einen wichtigen Schritt zur allgemeinen Anerkennung als privates Geld gemacht: Die Bundesregierung erkennt sie jetzt als Rechnungseinheiten" an. Damit seien sie eine Art privates Geld", das in multilateralen Verrechnungskreisen" eingesetzt werden könne, heißt es in einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Anfrage des Abgeordneten Frank Schäffler. Bitcoins können genutzt werden, um im Internet bei bestimmten Unternehmen zu zahlen. Hergestellt werden sie dezentral: Wer bestimmte Computerrätsel löst, die viel Rechnerkapazität verlangen, bekommt Bitcoins. Für den gemeinen Nutzer ist das egal: Er kann sie in Internetbörsen etwa gegen Euro erwerben. Den Preis bestimmen Angebot und Nachfrage. Man besitzt Bitcoins, wenn man eine Art Code dazu hat.
Das Verfahren zur Bitcoin-Produktion ist so konstruiert, dass die Menge nur langsam steigt und es maximal 21 Millionen Einheiten gibt. So soll Inflation vermieden werden. Allerdings hat das Spekulation zur Folge, so dass der Wechselkurs extrem schwankt. Probleme bereitet auch die Anonymität der Währung: Sie reizt offenbar zum Einsatz für illegale Geschäfte. Sonst produzieren die Banken so lange Geld, bis das System zusammenbricht."
Quelle: F.A.S.
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben
Die britische Zeitung "The Guardian" hat erstmals klare Beweise fr die Verstrickung groer Computer- und Internetfirmen in die Datenspionage des US-Geheimdienstes NSA vorgelegt. Das Blatt verffentlichte Originalauszge von NSA-Dokumenten, die die Beteiligung von Unternehmen wie Yahoo, Facebook und Google am Spionageprogramm Prism untermauern. Die Firmen htten Millionen US-Dollar fr ihre Kooperation bekommen.
Die abgedruckten Dokumente aus dem Fundus des frheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden beschftigen sich unter anderem mit den Folgen eines Gerichtsurteils in den USA aus dem Jahr 2011, dass den Sphern die Arbeit erschwerte. Die Zusammenarbeit mit den Internetfirmen musste danach auf eine neue Basis gestellt werden. In einem der Dokumente heit es wrtlich: "Alle Prism-Provider, mit Ausnahme von Google und Yahoo, wurden erfolgreich auf die neue Zertifizierung umgestellt. Wir erwarten, dass Yahoo und Google die Umstellung bis zum 6. Oktober beenden."
Ein Google-Sprecher dementierte eine Zusammenarbeit seines Unternehmens mit der NSA: "Wir haben uns nicht an Prism oder einem anderen berwachungsprogramm der Regierung beteiligt", heit es in einer Stellungnahme. Facebook gab an, nie Ausgleichszahlungen fr die Beteiligung an einem berwachungsprogramm erhalten zu haben. Yahoo rumte dagegen ein, am Prism-Programm beteiligt gewesen zu sein. Laut US-Gesetzgebung mssten Firmen dafr entschdigt werden, wenn sie zur Zusammenarbeit mit der Regierung verpflichtet werden. Diese Entschdigung habe Yahoo geltend gemacht.
Die neue Enthllung des "Guardian" hatte Chefredakteur Alan Rusbridger bereits vor Tagen angekndigt. "Wir werden in den nchsten Wochen vor allem mehr erfahren, was die Beziehung zwischen Regierungen, Geheimdiensten und den groen Internet- und Technologiefirmen angeht", sagte er "Spiegel Online".
Am Freitag hatte mit dem "Independent" eine andere britische Zeitung enthllt, dass der britische Geheimdienst GCHQ eine Sphbasis im Nahen Osten betreibt und nahezu den gesamten Datenverkehr der Region ausspioniert. Dazu wrden leistungsstarke Unterwasser-Glasfaserkabel, die den Nahen Osten an das Internet anbinden, angezapft. Der "Independent" verffentlichte nicht den genauen Standort des Sphpostens.
Dennoch gilt die Information als hochsensibel. US-Whistleblower Snowden meldete sich umgehend aus dem russischen Asyl. Er habe niemals mit dem "Independent" zusammengearbeitet, teilte er mit. Er beschuldigte die britische Regierung, die Information selbst gestreut zu haben, um den Medien Verantwortungslosigkeit vorwerfen zu knnen. "Die Regierung tut das, wofr sie jeden Privatmann einer kriminellen Handlung bezichtigen wrde", heit es in Snowdens Erklrung.
Die Informationen ber den Sphposten in Nahost sollen ein Hauptgrund dafr gewesen sein, warum Premierminister David Cameron Druck auf den "Guardian" anordnen und letztlich Festplatten im Keller der Zeitung zerstren lie. Nach Angaben des "Guardian" existieren jedoch Sicherheitskopien.
Der Sphposten werde von der britischen Regierung als wichtiges Element im "Krieg gegen den Terror" und als Frhwarnsystem vor mglichen Anschlgen betrachtet. Er sei von besonderem Wert fr den Westen, weil ber die Unterseekabel groe Datenmengen in die Region hinein und von dort heraus flieen. Der gesamte Datenverkehr werde abgefangen und in riesige Computerspeicher kopiert, um sie dann nach Informationen von besonderem Interesse zu durchsuchen.
Der "Guardian" kndigte unterdessen an, er werde bei der Verffentlichung vertraulicher Geheimdienstdokumente knftig mit der "New York Times" zusammenarbeiten. Man wolle damit dem Druck der britischen Regierung entgehen, hie es in einer Erklrung der Zeitung. "In einem Klima intensiven Drucks der britischen Regierung hat sich der "Guardian" dazu entschieden, einen US-Partner hinzuziehen, um an den GCHC-Geheimdienstdokumenten von Edward Snowden zu arbeiten." US-Redaktionen seien verfassungsmig vor dem Eingriff staatlicher Stellen geschtzt. Nach der Vereinbarung soll die "New York Times" Zugang zu einigen als geheim eingestuften Dokumenten Snowdens erhalten. Die Berichterstattung ber die Enthllungen Snowdens werde fortgesetzt.
Pforzheim/Stuttgart - Smartphone einschalten, mit dem drahtlosen Internet verbinden, Name und E-Mail-Adresse übermitteln, dann kommt per SMS der Zugangscode. Und schon kann's losgehen mit dem Gratis-Surfen.
So sieht sie aus, die Zukunft von Pforzheim. So einfach soll jedem der Schritt ins Internetzeitalter gelingen. Draußen im Freien. Vor der Stadthalle. In der Haupteinkaufsstraße. In der gesamten Innenstadt. Vor zwei Jahren kam Eugen Müller die Idee dazu. Der Mann ist Geschäftsführer eines großen Mediendienstleisters in Pforzheim. So nennen sich Firmen, die sich grob gesagt jeden Tag mit der Zukunft auseinandersetzen müssen. Müllers Firma entwirft Software für mobile Endgeräte, für Smartphones, iPads und Tablets. Dafür und für vieles mehr benötigt Müller Spezialisten. Und um diese nach Pforzheim zu locken, soll das Gratis-Surfen in der Stadt bald Normalität sein. Anfang September soll es losgehen. Standortvorteil nennt sich das in der Unternehmersprache. Deswegen allein komme natürlich kein Spezialist ausgerechnet nach Pforzheim, sagt Müller. Aber auch deswegen. Wir müssen IT-Fachkräften ein positiveres Image von Pforzheim vermitteln." Die Stadt sei stolz auf ihre Tradition auf die Schmuck- und die Goldindustrie, sagt Müller. Aber mittlerweile gebe es hier auch jede Menge Firmen der Informationstechnologie (IT). Jeder braucht heutzutage IT, und jeder profitiert davon."
Von einem kostenlosen Internet in der Stadt würden auch viele profitieren. Handys und Smartphones mit einem Zugang zum weltweiten Netz werden nicht umsonst immer wichtiger vor allem für Jugendliche. Insgesamt 96 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen besitzen ein eigenes Handy, über 80 Prozent nutzen es täglich", heißt es in einer neuen Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest. Aber auch Erwachsene nutzen die Vorteile des mobilen Internets immer stärker. Privat oder geschäftlich. Laut des Telekommunikations-Branchenverbands Bitkom nutzen 37 Prozent oder 26 Millionen Menschen in Deutschland das Internet auf dem Handy oder dem Tablet-Computer. Studien wie diese dürften auch in den Rathäusern des Südwestens bekannt sein. Und trotzdem bieten nur wenige Städte ihren Bürgern den Service mit dem kostenlosen Funknetz (WLAN). Freiburg kann keinen konkreten Bedarf erkennen. In der Innenstadt gibt es sehr viele private WLAN-Anbieter, zum Beispiel Cafés", sagt eine Stadtsprecherin. Über ein öffentliches Internetangebot werde deshalb nicht nachgedacht. Auch in Mannheim, Ludwigsburg und Karlsruhe gibt es keine konkreten Pläne. In der Landeshauptstadt Stuttgart kämpft die Wirtschaftsförderin seit Monaten für das Gratis-Surfen. Bisher ohne Erfolg.
Langwierige Anmelde-Prozedur schreckt viele Nutzer ab
An privaten WLAN-Anbietern mangelt es nicht im Land. Sie stellen Hotspots zur Verfügung, öffentliche drahtlose Zugriffspunkte, die jedoch meist auf hundert Meter Reichweite beschränkt sind. Etwa 5000 solcher Hotspots gebe es in Baden-Württemberg, schreibt das Finanzministerium in Stuttgart die meisten in Restaurants, Cafés, Hotels, Krankenhäusern oder Flughäfen. Oft muss man dabei eine langwierige Anmelde-Prozedur über sich ergehen lassen, muss Geburtsdatum, Anschrift und Wohnort übermitteln, bevor es mit dem Gratis-Surfen losgehen kann. Das schreckt viele Nutzer ab. Vom Anbieter her gedacht ist das verständlich. Denn der will sich gegen alle rechtlichen Probleme wappnen. Das größte Problem ist derzeit die Haftung. Wer haftet dafür, wenn sich der Sohn im WLAN-Netz des Vaters einen Song illegal herunterlädt? Wer ist dafür verantwortlich, wenn ein Bürger im kostenlosen Funknetz der Stadt rechtswidrige Schriften verbreitet? Diese Fragen sind in Deutschland noch immer nicht geklärt. Die Gesetze, so wie sie seien, reichten aus das ist die Haltung der Bundesregierung. Auch die Landesregierung in Stuttgart sagt: Die Haftungsproblematik für Hotspot-Betreiber erscheint überschaubar." Sie müssten ihre Hotspots nur hinreichend verschlüsseln" und des Weiteren auf einer Hinweispflicht an die potenziellen Nutzer bestehen". Diese Hinweispflicht könne in Form von Allgemeinen Geschäftsbedingungen erfolgen, denen der Nutzer vor dem Einloggen zustimmen muss. Und doch: Anbieter leben mit der ständigen Gefahr, abgemahnt oder verklagt zu werden. Michael Rotert vom Verband der deutschen Internetwirtschaft sagte kürzlich dem Fachmagazin Chip": Es kann nicht sein, dass Deutschland an etwas scheitert, was in anderen Ländern üblich ist." Rotert meinte damit das öffentliche Gratis-Surfen in deutschen Städten. Er selbst betreibe etwa 2500 Hotspots und habe im vergangenen Jahr etwa 144 Abmahnungen bekommen.