Chemnitz (dpa) - Kraftklub wird aus Protest gegen die Band Frei.Wild trotz Nominierung nicht zur Echo-Verleihung kommen. Auch Frei.Wild ist in der Kategorie «Rock/Alternativ National» nominiert. Gegen die Gruppe aus Südtirol gibt es den Vorwurf, sie fördere nationalistische und rechte Tendenzen. Sie hätten ihre Plattenfirma gebeten, dafür zu sorgen, dass die Nominierung für den Echo zurückgezogen werde, schreibt Kraftklub auf seiner Facebook-Seite. Die Echo-Preise werden am 21. März in Berlin verliehen.
"Obwohl die Schule und die angrenzenden Gebäude von der Wirtschaftsförderung nicht berücksichtigt worden waren, wollen wir die Anwohner nicht enttäuschen und werden auch dort die Resonanz abfragen und den Bereich inklusive Wohnbebauung einbeziehen", sagte er. In der Bauzeit kann es in allen Bereichen an der Wupper zu Beeinträchtigungen kommen. Autofahrer bekommen die Arbeiten kaum zu spüren, dafür die Fußgänger, die kurzzeitig vielleicht auch mal auf die Straße ausweichen müssen, weil es zu Absperrungen kommen kann.
Auch für Randgebiete (wie zum Beispiel Wilhelmsthal, Krebsöge), die außerhalb des Infrastrukturprogramms von Unitymedia liegen, gibt es Hoffnung. "Wir müssen Kabel nicht in die Erde legen, sondern können oberirdische Zuführungen schaffen. Das geht nicht zum Pauschalpreis, sondern muss individuell vor Ort geprüft werden", sagt Winter. Auch hierfür steht Wolfgang Rohleder mit Rat und Tat den Bürgern zur Seite. Er ist unter Tel. 0157 73180788 zu erreichen.
Bürgermeister Dr. Josef Korsten freut sich, dass Unitymedia Wort hält. Nach unzähligen Vorarbeiten und vielen Gesprächen gehe es endlich los. "Das ist eine ganz wichtige Infrastrukturmaßnahme für die Wupperorte, denn wir wollen hier auch den Wirtschaftsstandort erhalten", sagte Korsten.
"Es gab die klare Anfrage", verriet Matthäus bei "Sky", allerdings habe er Hack nicht persönlich getroffen. "Über einen Mittelsmann" habe es eine Kontaktaufnahme von Seiten der Fürther gegeben, schließlich habe er gut eine Stunde mit Hack telefoniert. "Es war ein Telefongespräch, ein harmonisches Telefongespräch, aber ohne Vertragsabschluss", so Matthäus. "Wir sind nicht übereingekommen. Es hat nicht funktioniert."
Hoeneß hatte Sky-Experten für Lewandowski-Gerüchte attackiert. >
Als Grund gab der 51-Jährige die Kommunikationspolitik der Spielvereinigung an, die einer kolportierten Verpflichtung Matthäus' öffentlich immer wieder klare Absagen erteilt hatte. "Nicht interessiert, nicht auf der Liste" - diesen Eindruck hätte das Kleeblatt in der Öffentlichkeit hinterlassen. Damit zeigte sich Matthäus nicht einverstanden.
Seit der Entlassung von Trainer Mike Büskens sitzt Ludwig Preis als Interimstrainer auf der Fürther Bank, muss seinen Platz aber mangels Trainerlizenz spätestens nach dem anstehenden Kellerduell mit 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) räumen. Hack fahndet weiter nach einem Nachfolger - Matthäus, der seit 2011 ohne Trainerjob ist, steht offensichtlich nicht mehr zur Verfügung.
Dieses Internet. Eine verrückte Angelegenheit. Man liest immer mehr davon. Manche behaupten sogar, dass das Internet nicht mehr weggeht und gar keine temporäre Erscheinung ist. Sicherheitsfanatiker, das wurde der wie immer 243-köpfigen Vorgezappt"-Redaktion zugetragen, drucken sich das Internet übrigens täglich aus. Damit sie, falls das Internet morgen virtuell nicht mehr da sein sollte, ganz analog was in der Hand haben. Sicherheitsfanatiker sind die in der ARD sicher nicht, die sind eher Trendhasen.
Anders ist nicht zu erklären, dass die beim SWR jetzt mit Late Wide Web" (23.15 Uhr) ein Format ins Programm hieven, in dem sich Katrin Bauerfeind aus dem Büro des SWR-Intendanten Peter Boudgoust meldet (was macht der eigentlich derweil das Internet ausdrucken?). Im Mittelpunkt der neuen Show mit dem selten dämlichen Namen (eine irre Verschmelzung aus "Late Night" und World Wide Web") steht, wir ahnten es schon, dieses Internet. Katrin Bauerfeind, bekannt geworden durch das Internetfernseh-Format Ehrensenf", zwischendurch unlustiges Showgirl bei Harald Schmidt, hochgelobt für ihre Interviewsendung Bauerfeind 28:30" und trotz alledem immer noch nicht annähernd berühmt, moderiert Late Wide Web" und soll einen kundigen Blick auf Internet-Kultur, kuriose Webseiten und bemerkenswerte Aktionen werfen.
Tweets erscheinen im Videotext
Zu Gast in der Premieren-Sendung von Late Wide Web" ist Grimme-Preisträger Philipp Walulis, der in seiner Sendung Walulis sieht fern" das TV-Geschehen launig aufs Korn nimmt und auch erzählen wird, wie er mit diesem Internet klarkommt respektive ebenjenes nutzt. Bezüge zur Offline-Welt (also zum richtigen Leben) sollen in Late Wide Web" auch hergestellt werden, und selbstverständlich können die Fernsehzuschauer mitdiskutieren. Über die üblichen Kanäle Twitter und Facebook, und in der SWR-Mediathek können die Zuschauer mit dem Hashtag #lww miteinander kommunizieren. Ausgewählte Tweets, da ist die ARD dann wieder ganz bei sich, erscheinen im Videotext; Texttafel 777 is the place to be. So, und nun müssen wir Schluss machen, Druckerpapier nachlegen. Sind heute schon wieder mindestens 4434 Seiten mehr als gestern, man glaubt es kaum. Verrücktes Internet.
Für ihn ist Facebook eigentlich ein Weg, frei zu teilen, was einem wichtig ist: Nick Bilton auf seiner Facebook-Seite
Diesmal kam der Zweifel einem Blogger der New York Times": Nick Bilton, renommierter Technik-Journalist, Kolumnist und Kopf des Bits"-Blog der Zeitung, war aufgefallen, dass die Zahl der Abonnenten seiner Einträge in Facebook zwar innerhalb eines Jahres von 25000 auf knapp 400000 gestiegen, die Zahl der Reaktionen darauf hingegen gefallen war.
Seit anderthalb Jahren bietet Facebook die Möglichkeit, über die Funktion Abonnieren" neue Einträge anderer Nutzer in der eigenen Liste, einem News Feed" angezeigt zu bekommen, ohne mit ihnen befreundet" sein zu müssen. Mit den Funktionen Gefällt mir" und Teilen" können diese Abonnenten dann ihrerseits diese Einträge in den Listen ihrer Freunde" zeigen.
Facebook kontert mit Qualitätszweifeln
Hatten Biltons gute Vorsätze für das Jahr 2012 noch über fünfhundert Mal Gefallen gefunden, sind seine vier Beiträge in diesem Januar im Durchschnitt nur noch dreißig Mal auf diese Weise weiterverbreitet worden. Und das, obwohl die Zahl seiner Abonnenten inzwischen um das Sechzehnfache gestiegen war. Dann ließ Bilton einen Beitrag hervorheben". Diese kostenpflichtige Funktion priorisiert einen Beitrag in den Listen der Freunde". Nick Bilton hatte sieben Dollar dafür gezahlt und erhielt dafür nicht nur 130 Gefällt mir"-Markierungen innerhalb weniger Stunden, sondern auch noch die Glückwünsche des Unternehmens. Jetzt fühlte sich Bilton hinters Licht geführt, erkundigte sich bei zwei Produktmanagern von Facebook und ein paar Experten, schrieb über seinen Eindruck, es würden nicht nur hervorgehobene" Beiträge bevorzugt, sondern ohne weitere Bezahlung veröffentlichte Meldungen unterdrückt, im Blog und löste eine Welle der Empörung aus.
Auch Facebook reagierte umgehend. Zum einen, heißt es in einem Fact Check", sei die Interaktion von Abonnenten insgesamt im vergangenen Jahr um 34 Prozent gestiegen, zum anderen könnten im Einzelfall durchaus die Qualität" oder die Anzahl der Veröffentlichungen dazu beigetragen haben, dass der Algorithmus, der im übrigen stetig verbessert werde, die betreffenden Beiträge nachrangig behandelt habe. Unabhängig davon hat Facebook für diesen Donnerstag zu einer Pressekonferenz geladen, um Neuerungen seines News Feeds bekanntzugeben.
Researchgate Berliner Start-up ist das Facebook für Forscher
Am Donnerstag erwartet Ijad Madisch hohe Gäste: Die Kanzlerin besucht sein Forschungsnetzwerk Researchgate in Mitte. Der Jung-Unternehmer hofft auf einen Schub für die wirklich kreativen neuen Firmen.
07.03.13, 07:25
Researchgate
Am Donnerstag erwartet Ijad Madisch hohe Gäste: Die Kanzlerin besucht sein Forschungsnetzwerk Researchgate in Mitte. Der Jung-Unternehmer hofft auf einen Schub für die wirklich kreativen neuen Firmen.
Von Joachim Fahrun
William Sutherland saß in seinem Arbeitszimmer an der Universität Cambridge und hatte ein Problem. Für einen Workshop suchte der Ökologie-Professor Anregungen für neue Techniken im Naturschutz. Er klickte sein Profil auf der Seite des Berliner Unternehmens ResearchGate an. In diesem Netzwerk haben sich mittlerweile 2,5 Millionen Forscher weltweit verbunden. Der Brite ließ seine Frage los. Binnen Stunden hatte er 30 Antworten von Experten-Kollegen aus aller Welt empfangen, Nachbarn aus England waren ebenso dabei wie Wissenschaftler aus Chile oder Papua-Neuguinea. "Ich bin beeindruckt von diesem Prozess", kommentierte der Professor schlicht.
Das "Facebook für Forscher" aus Berlin hat sich im fünften Jahr seiner Gründung in der weltweiten Forschungslandschaft zu einem begehrten Arbeitsinstrument entwickelt. "Es läuft super"; sagt Mitgründer Ijad Madisch, der in den Büros an der Invalidenstraße in Mitte inzwischen 100 Mitarbeiter aus aller Herren Länder beschäftigt. Er geht davon aus, dass ResearchGate mehr als ein Drittel der etwa sieben Millionen Profi-Forscher auf der Welt verbindet.
Bundeskanzleramt hat mit Start-up Kontakt aufgenommen
Der Erfolg des Start-ups, über das diese Zeitung bereits 2010 berichtet hatte, ist auch an höchster Stelle nicht unbemerkt geblieben. Am Donnerstag hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel angesagt. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Philipp Rösler wird die Regierungschefin sich im Rahmen ihrer Start-up-Besuchsreihe eine Dreiviertelstunde mit Madisch, seinen Investoren und Mitarbeitern austauschen.
Vor etwa drei Monaten habe das Bundeskanzleramt Kontakt mit ihm aufgenommen, berichtet der Jungunternehmer von der Vorgeschichte des Besuchs. Nachdem Merkels Leute das Büro in Augenschein genommen hatten, war schnell klar, dass die Kanzlerin hier herkommen sollte. Denn es geht um Forschung, ein Thema, mit dem die promovierte Physikerin einiges verbindet. Außerdem hat der Harvard-Absolvent Madisch das Unternehmen kurz nach der Gründung aus Boston nach Deutschland verlegt, insofern ist ResearchGate für Politiker ein guter Beleg für die Qualität des Standortes.
Und die Firma hat Investoren aus dem Adel der Wagniskapitalgeber und Internet-Pioniere aus dem Silicon Valley gewonnen, die aus den USA angereist sind, um Merkel zu treffen. Unter den Geldgebern finden sich Pioniere des Web 2.0-Geschäfts: der Founders Fund und dessen Partner Luke Nosek, Mitgründer des Internet-Bezahlsystems Paypal, und auch Benchmark Capital von Matt Cohler. Cohler gehörte zu den fünf ersten Mitarbeitern von Facebook und war Vizepräsident des Netzwerks LinkedIn.
Ohne "Feel-Good-Managerin" geht nichts
Je eine Viertelstunde Firmenpräsentation, Gespräche mit den Gründern und Investoren sowie den Mitarbeitern haben Kanzlerin und Minister bei der Firma vorgesehen. Viele in der Belegschaft hat Madisch aus den USA, aber auch aus Osteuropa angeheuert. "Wir haben Ukrainer und Russen bei uns, da gibt es schon Probleme". beschreibt Madisch ein Thema, das er den Politikern vermitteln möchte.
Es dauere zu lange und sei zu kompliziert, solche Spezialisten nach Deutschland zu holen. "Ein Start-up kann nicht ein halbes Jahr auf Mitarbeiter warten", sagt der Informatiker und Arzt, dessen Eltern vor 40 Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen waren. Wenn sie erst mal da sind, dann müsse sich das Unternehmen um die Integration kümmern. Deshalb beschäftigt ResearchGate eine "Feel-Good-Managerin", die für ordentliche Verpflegung ebenso sorgt wie für Sportwettkämpfe, Yoga-Schulen oder Deutschkurse.
Konkrete Erwartungen hat der Gründer, der zunächst in Hannover und später in Harvard Medizin studierte, nicht an die Kanzlerin. "Ich habe eigentlich nie darüber nachgedacht, was ich von der Politik kriegen kann", sagt der Unternehmer. Als Start-Up-Gründer müsse man eher einer sein, der sich aus Schwierigkeiten herauswinden kann anstatt darauf zu warten, dass Behörden oder Wirtschaftsförderer irgendwann die Rahmenbedingungen verbessern.
Madisch war dabei immer sehr flexibel. Als er 2008 neben seiner Arbeit als Virologe in der Universitätsklinik Hannover gemeinsam mit seinem Tutor Sören Hofmayer die Firma aufbauen wollte, hatte sein Professor ihm gesagt, er solle diesen Firlefanz lassen und sich auf seine Tätigkeit als Arzt konzentrieren. Da ging er lieber in die USA, wo sein Professor ihn sogar ermunterte, neben einem Halbtagsjob in der Klinik seine Firma voranzutreiben. Dieser Geist sei immer noch ein wichtiger Unterschied zwischen Deutschland und Amerika, sagt der Wanderer zwischen den Welten, der aber mittlerweile in Berlin sesshaft geworden ist.
Von der Visite der Kanzlerin erhofft sich Madisch mehr Aufmerksamkeit für die Internet- und Start-Up-Szene insgesamt. "Die Politik soll sich dafür öffnen und wahrnehmen, dass es sich um eine neue Industrie handelt", fordert er. Noch immer sei viel zu wenigen Leuten in Berlin und Deutschland bekannt, dass in Berlin gerade eine neue Gründerzeit gebe. Im Silicon Valley sei das jedem klar, die Leute dort hätten ein klares Bild von ihrer Region.
Zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs
Dass Deutschlands Hauptstadt mithalten kann, wenn es um viele Rahmenbedingungen geht, davon ist Ijad Madisch längst überzeugt. Sein Finanzier Matt Cohler riet ihm seinerzeit, von Boston an der amerikanischen Ostküste entweder ins Silicon Valley mach Kalifornien zu gehen oder nach Berlin. Dabei haben viele Berliner Unternehmen im kalifornischen High-Tech-Mekka einen eher zweifelhaften Ruf als "Copy Cats", die Ideen aufnehmen und für den deutschen Markt adaptieren. "Wir müssen hier den Ruf als Kopierer loswerden", sagt der ResearchGate-Chef, dessen Geschäftsidee auch in US-Medien gelobt wird. Zumal die Liste der Fortschritte, die die Wissenschaftler für ihre Projekte durch den Kontakt mit vielen Kollegen feststellen, immer länger wird. Da findet der Chilene den Filipino und der Deutsche den Amerikaner.
Madisch ist überaus froh, nach Deutschland gegangen zu sein. Er mag es, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs zu sein. Aber natürlich ist er auch genug Unternehmer, um ans Geschäft zu denken. Bisher lebt ResearchGate ganz gut von den Millionen seiner Wagniskapitalgeber. Der Druck, mit der Firma richtig Geld zu verdienen, existierte noch nicht. Wie sich das Netzwerk auch als Quelle für Erlöse nutzen lässt, darüber werde er sicherlich ebenfalls mit Frau Merkel sprechen, sagt Madisch.
Er hat da ein paar Ideen. Zunächst wollen sie die Stellenbörse, die angesichts von 2,5 Millionen registrierter Nutzer eine riesige Reichweite in der "Scientific Community" hat, ausbauen. Unternehmen sollen zahlen, wenn sie darüber Spezialisten anheuern. Außerdem will die Firma ihr Know how nutzen, um Konferenzen zu organisieren. In der Wissenschaft, sagt Madisch, würden viele Hundert Milliarden Euro bewegt, von denen sein Unternehmen ein paar Millionen abhaben will, weil es ja auch Forschungsprojekte effizienter und Prozesse transparenter machen könne. Das will Madisch auch der Kanzlerin sagen: "Dieses Jahr wollen wir anfangen, Geld zu machen."
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