miércoles, 7 de noviembre de 2012

"Vier weitere Jahre": Obama jubelt auf Twitter - n-tv.de NACHRICHTEN

Four more years. Seine Ehe meint Obama damit vermutlich nicht.

Four more years. Seine Ehe meint Obama damit vermutlich nicht.(Foto: http://t.co/bAJE6Vom)

Die Entscheidung ist gefallen, US-Präsident Barack Obama bleibt vier weitere Jahre im Amt. Der republikanische Herausforderer Mitt Romney gratuliert Obama und wünscht ihm Glück für seine zweite Amtszeit. Auf dem Times Square in New York und vor dem Weißen Haus in Washington feiern Obamas Anhänger den Sieg. Deutliche Kritik am Ablauf der Wahl kommt von einem Wahlbeobachter der OSZE.
Jubel auf dem Times Square in New York.

Jubel auf dem Times Square in New York. (Foto: dpa)

Im Rennen um den Einzug ins Weiße Haus hat sich Amtsinhaber Barack Obama durchgesetzt: Nach Berechnungen des Nachrichtensenders CNN hat Obama bislang 303 Wahlmänner und -frauen für sich gewinnen können und damit die Mehrheit im sogenannten Electoral College.

Der republikanische Kandidat Mitt Romney gewann CNN zufolge 206 Wahlmänner. Noch sind nicht alle Bundesstaaten ausgezählt und damit noch nicht alle Wahlmännerstimmen vergeben. Da die Mehrheit im Electoral College bei 270 von 538 Stimmen liegt, ist Obama der Sieg jedoch sicher.

"Vier weitere Jahre"

Bereits wenige Minuten nach der Entscheidung feierte Obama seinen Wahlsieg bei Twitter. "Vier weitere Jahre", schrieb er kurz und knapp und fügte ein Foto hinzu: Es zeigt Obama in einer innigen Umarmung mit seiner Frau Michelle. In weiteren Kurzmitteilungen dankte Obama seinen Wählern und Anhängern. Zu diesem Zeitpunkt war auf dem Twitter-Account von Romney noch Funkstille.

In der sechsjährigen Geschichte von Twitter sind die US-Wahlen dieses Jahres das bisher meistdiskutierte politische Ereignis: Der Betreiber zählte am Dienstag mehr als 20 Millionen Äußerungen zum Rennen zwischen Obama und dem republikanischen Herausforderer Mitt Romney sowie den weiteren Entscheidungen für den Kongress und in den Einzelstaaten.

Romney gratuliert Obama

Nach ungewöhnlich langem Zögern erkannte Romney seine Wahlniederlage an. Üblicherweise gestehen Verlierer bei US-Wahlen ihre Niederlage rasch ein.

Romney räumte seine Niederlage nach ungewöhnlich langem Zögern ein.

Romney räumte seine Niederlage nach ungewöhnlich langem Zögern ein. (Foto: REUTERS)

Romney trat später in seinem Hauptquartier in Boston vor seine Anhänger und gratulierte Obama. In einer kurzen Rede rief er die Republikaner zu überparteilicher Zusammenarbeit auf. Er werde für den Präsidenten beten. Die USA könnten sich Grabenkämpfe ihrer politischen Führung nicht leisten, sagte der 65-Jährige.

Die USA sind gespalten wie selten zuvor. In den vergangenen zwei Jahren, seit die Demokraten die Mehrheit im Kongress abgeben musten, haben die Republikaner Obama nach Kräften blockiert.

Blockade dürfte andauern

Bei den zeitgleich stattfindenden Kongresswahlen läuft es derweil auf ein Patt hinaus: Die Demokraten haben ihre Kontrolle des Senats verteidigt, während die Republikaner die Mehrheit im Abgeordnetenhaus behalten. An den Machtverhältnissen im Kongress würde sich folglich nichts ändern.

Damit droht wie schon in den vergangenen beiden Jahren eine Blockade, die entscheidenden Einfluss darauf haben dürfte, wie effektiv im Weißen Haus regiert werden kann. Das wäre vor allem verheerend für den Kampf gegen die immensen Lücken im Staatshaushalt. Hier muss dringend eine Lösung gefunden werden, die nicht auf Kosten der ohnehin schleppenden Konjunkturentwicklung geht.

Jubel vor dem Weißen Haus

Nach Bekanntgabe des Sieges durch die US-Medien brach vor dem Weißen Haus in Washington Jubel aus. Mehrere Hundert begeisterte Schaulustige schwenkten US-Flaggen und Wahlplakate von Obama. Manche fielen einander in die Arme. Andere stießen mit Bierdosen an. Romney-Fans waren dagegen nicht zu sehen. Washington ist allerdings auch eine demokratische Hochburg.

Enttäuschung bei den Anhängern von Mitt Romney.

Enttäuschung bei den Anhängern von Mitt Romney. (Foto: AP)

In den Straßen der US-Hauptstadt waren bereits Minuten nach der Bekanntgabe des Obama-Siegs Autokorsos zu sehen - vor allem Taxifahrer reagierten mit Hupkonzerten. Das Weiße Haus - in dem Obama mit seiner Familie auch die kommenden vier Jahre wohnen wird - war auch in der Nacht hell von Flutlichtern erleuchtet. Die sind normalerweise nachts abgeschaltet. Obama hält sich derzeit in Chicago auf.

Auch auf dem Times Square in New York brandete Jubel auf, nachdem die Fernsehsender CNN und Fox News Obama zum Sieger erklärt hatten. Im Herzen Manhattans hatten sich Hunderte Menschen versammelt, um den Ausgang der Wahl zu verfolgen - mehrheitlich Anhänger von Obama.

Sieg in den Swing States

Die entscheidenden Siege holte Obama in den Swing States. Nach CNN-Berechnungen setzte er sich in allen besonders umkämpften Bundesstaaten durch - mit Ausnahme von Florida, wo noch kein Ergebnis vorliegt. Als sicher gilt laut CNN Obamas Sieg jedoch in Nevada, New Mexico, Colorado, Ohio, Iowa, Wisconsin, Virginia und New Hampshire.

Bis zum Schluss hatten beide Kandidaten mit aller Härte um unentschiedene Wähler gekämpft. Obama wurde nicht müde, Romney als Anwalt der Reichen zu brandmarken. Romney prangerte das Versagen des Demokraten in der Wirtschaftspolitik angesichts hoher Arbeitslosigkeit und mauer Konjunktur an.

Wahlbeobachter übt scharfe Kritik

Der deutsche OSZE-Wahlbeobachter Jürgen Klimke (CDU) kritisierte die Wahlabläufe vor Ort. Die Vertreter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) seien in ihrer Arbeit eingeschränkt worden, sagte der Bundestagsabgeordnete der "Welt". "Wir durften nicht so agieren wie bei Wahlbeobachtungen in anderen Ländern", sagte Klimke.

Der CDU-Politiker beklagte, dass den Wahlbeobachtern die zu besuchenden Wahllokale vorgegeben worden seien. Eine breite Überprüfung sei damit nicht möglich gewesen. Zudem habe er nur eine begrenzte Anzahl an Wahllokalen besuchen dürfen. Kritik übte er auch an den Zuständen in den Wahllokalen. Allein die Frage der Registrierung der Wähler sei oftmals nicht so nachvollziehbar, wie es in Deutschland oder anderen Ländern der Fall sei.

Wahlbeobachter dürften zudem in einigen Wahllokalen nicht fotografieren, kein Handy mitführen und die Leute nicht ansprechen. Klimke monierte auch, dass in manchen Wahllokalen Bilder von Präsident Barack Obama hingen. "Das ist indirekte Wahlbeeinflussung", sagte er. Auch die teils langen Warteschlangen vor den Wahllokalen seien "unzumutbar".

Die OSZE hat nach Angaben Klimkes 80 Wahlbeobachter zur US-Präsidentschaftswahl entsandt. Klimke beobachtet als einer von zwei deutschen Bundestagsabgeordneten die Wahl. Er machte sich in den Staaten Virginia und Maryland sowie Washington D.C. ein Bild von den Wahlabläufen. Zuletzt hatte der Politiker für die OSZE die Parlamentswahl in der Ukraine Ende Oktober beobachtet.

Die US-Wahl im Liveticker bei n-tv.de.

Quelle: n-tv.de

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